First Responder Ausrüstung

... kann Leben retten ...

 

Der "DEFI" (AED)

In 80 – 90% der Fälle eines plötzlichen Herztodes liegt ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Eine mögliche Ursache hierfür ist beispielsweise ein Herzinfarkt. Die einzige Therapie, das Herz wieder in seinen Grundrhythmus zu bringen, ist ein zeitnaher Schock, abgegeben durch einen Automatischen Externen Defibrillator (AED).

Während einer eingeleiteten Reanimation durch die Herz-Lungen-Wiederbelebung werden zwei Elektroden des AEDs auf den Oberkörper des Patienten angebracht. Das Gerät analysiert den Herzschlag bzw. das Kammerflimmern und gibt gegebenenfalls einen Schock ab. Um das Herz möglichst optimal zu treffen, werden die Aufkleber rechts oben unter der Schulter und seitlich links am Rippenbogen aufgeklebt. Zwei dieser Geräte besitzt die Feuerwehr Allershausen, sowohl für den First Responder Dienst, als auch zur Sicherheit der eigenen Mannschaft bei Einsätzen. Beide "Defis" wurden durch Spendengelder finanziert.


 

 

Die Notfall-Rucksäcke

Neben dem Grundumfang an Erste Hilfe Material in jeden Einsatzfahrzeug, besitzt die Feuerwehr Allershausen zusätzlich zwei Notfall-Rucksäcke. Verladen sind diese jeweils auf dem Löschfahrzeug, für die Versorgung an der Einsatzstelle bei Verkehrsunfällen und Bränden, sowie ein erweitertes Set für den eigentlichen Responder Dienst auf dem Kommandowagen 10/1. Diese Aufteilung hat sich bereits des Öfteren als sinnvoll erwiesen, da auf diese Weise zwei medizinische Einsätze durch zwei First Responder Gruppen zeitgleich abgearbeitet werden konnten.

Die Notfall-Rucksäcke sind mit Modultaschen ausgestattet, die in verschiedenen Farben unterteilt sind. So haben die Kräfte vor Ort schnell die richtigen Materialien für den vorliegenden Notfall zur Hand. Beispielsweise enthält die gelbe Modultasche alle Materialien und Gerätschaften, die zur Aufnahme der Patientenwerte benötigt werden (Pulsoximeter, Blutdruckmanschette, Blutzuckermessegerät, etc.). Zusätzlich wurde für den First Responder Dienst eine separate, blaue Beatmungstasche angeschafft. Ausgestattet mit einer Sauerstoffflasche, Beatmungsmasken (Erwachsene/Kinder), Beatmungsbeutel und noch vielem mehr, können die Einsatzkräfte gegen eine Atemnot des Patienten vorgehen.

Gemäß dem Motto „Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz“ werden die Rucksäcke und jegliche medizinischen Geräte nach jedem Einsatz routinemäßig gereinigt, desinfiziert und aufgefüllt sowie überprüft.


 

 

Die elektrische Absaugpumpe

Bei Patienten mit Atemnot kann es vorkommen, dass die Atemwege durch Fremdkörper blockiert sind. Während man feste Gegenstände mit Hilfe einer Magill-Zange entfernen kann, müssen Flüssigkeiten, wie z.B. Blut, abgesaugt werden. Hierzu dient eine sogenannte Absaugpumpe, die in den ersten Jahren des First Responder Dienstes manuell betrieben wurde.

Da man in den letzten Einsatzjahren jedoch die Erfahrung gemacht hat, dass bei den meisten Reanimationen eine Absaugung erfolgen muss, hat die Feuerwehr Allershausen eine elektrische Absaugpumpe angeschafft. Diese erleichtert den Absaugvorgang für die First Responder immens, wodurch man sich auf die eigentlichen Reanimationsmaßnahmen konzentrieren kann.


 

 

Die Reanimationspuppe

Korrekte Reanimationsmaßnahmen können bei einem Herzstillstand lebensrettend sein. Um die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Herdruckmassage und Beamtung möglichst oft und realistisch üben zu können, besitzt die Feuerwehr Allershausen eine eigene Reanimationspuppe.

Die Puppe besteht aus einem bekleideten Torso mit einem komprimierbaren Brustkorb und simulierten Luftwegen. Über angebrachte Messinstrumente oder auch mittels einer Verbindung zum Computer werden dem Anwender die korrekte Durchführung seiner Wiederbelebungsmaßnahmen signalisiert. Zusätzlich können Übungs-Elektroden unseres AEDs aufgebracht werden, wodurch das Reanimationstraining sehr realistisch wird.