Jahreshauptversammlung 2021 im Zeichen von Corona

18. September 2021
Feuerwehr Verein
Für Vereinstätigkeiten beliefen sich die Stunden 2019 auf 8.388 in 2020 coronabedingt „nur“ auf 4.496. Detailliert betrachtet kam man 2020 bei „echten“ Einsatzstunden auf 1.402, bei Übungs- und Ausbildungsstunden 835 und für Gerätepflege auf 1.522 Stunden freiwilligem Dienst am Nächsten.

 

Am 18. September fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Allerhausen traditionell im Gasthof Obermeier statt. Pandemie bedingt war dies nun mehr möglich, um auf die vergangenen Jahre 2019 und 2020 zurückzublicken. Auch in den letzten beiden Jahren hatten die Floriansjünger wieder eine Vielzahl von Einsätzen und Aufgaben zu bewältigen. Für Vereinstätigkeiten beliefen sich die Stunden 2019 auf 8.388 in 2020 coronabedingt „nur“ auf 4.496. Detailliert betrachtet kam man 2020 bei „echten“ Einsatzstunden auf 1.402, bei Übungs- und Ausbildungsstunden 835 und für Gerätepflege auf 1.522 Stunden freiwilligem Dienst am Nächsten. Dabei waren die Feuerwehrleute im Jahr 2020 zu 108 Einsätzen alarmiert (2019: 176), welche sich hauptsächlich aus 54% technische Hilfeleistungen bei Unfällen, 21% Erste Hilfe Maßnahmen bei Notfällen im Dienst als First Responder und 17% Brandeinsätzen zusammensetzen. So kam im vergangenen Jahr 2020 jedes der aktiven Mitglieder auf ca. 58 Stunden, welche ehrenamtlich geleistet wurden.

Für dieses Engagement bedankten sich Kommandant Friedrich Moser und Vereinsvorsitzender Vitus Kreitmair bei den 78 aktiven Feuerwehrleuten (davon 9 Kameradinnen), den 16 passiven Mitgliedern und den 8 Jugendfeuerwehrleuten (unter 18 Jahren).

Kommandant Moser berichtete weiter über das prägende Coronajahr 2020:

Neben dem regulären Einsatzbetrieb war man insbesondere mit den Auswirkungen der weltweiten CORONA Pandemie gefordert. So mussten neue Einsatz- und Übungskonzepte erarbeitet werden, um Infektionen innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr zu verhindern.

Hygienemaßnahmen gemäß der AHA-Regel vor, während und nach einem Einsatz bzw. einer Übung hatten nun auf einmal einen enormen Stellenwert eingenommen: Das Desinfizieren von Händen und Gerätschaften wurde zur Routine, Fahrzeuge rückten nur noch mit reduzierter Mannschaftsstärke aus. Und so wurde es auch zu einem gängigen Bild, dass man seine Kameradinnen und Kameraden nur noch mit FFP2-Maske antraf.

Diese notwendigen Maßnahmen, bei denen man stets den Empfehlungen der Bundes- und Landesregierung sowie dem Landesfeuerwehrverband gefolgt ist, bedeuteten leider auch: Nahezu sämtliche Vereinsaktivitäten mussten auf Eis gelegt werden. Keine Jahreshauptversammlung 2020, keine Weihnachtsfeier, keine Ausflüge, kein Zusammenkommen. Selbst der Übungsbetrieb und auch der First Responder Dienst mussten für lange Zeit vollständig eingestellt werden. Die Geselligkeit, ein wichtiger Stützpfeiler der Freiwilligen Feuerwehr, musste in den Jahren 2020/2021 dem persönlichen Schutz und dem Schutz der gesamten Gesellschaft weichen. Es war ein überaus forderndes Jahr 2020. Umso stolzer sei Moser, auf seine Kameradinnen und Kameraden, die trotz dieser stürmischen Zeiten einen reibungslosen Einsatzbetrieb sichergestellt haben.

Neben dem Bericht des Kommandanten, des Vereinsvorsitzenden, des Kassiers und Jugendwarts konnten einige Neumitglieder auf der Jahreshauptversammlung traditionell mit Handschlag aufgenommen werden: Ben Altpeter, Lukas Böck, Florian Fischer, Adrian Gewald, Max Ruhland, Josef Sixt, Moritz Ziegltrum, Dwayne Brady und Jakob Klose. Weiter wurden Kameraden für Ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt: Ralf Huber jun. und Leonhard Held für 15 Jahre, Andreas Glück für 25 Jahre, Rudolf Kistler und Rudolf Ullrich für 40 Jahre, Anton Schütz und Lorenz Häuslmeier für 50 Jahre, Thomas Zwingler sen., Xaver Kreitmair und Sebastian Schmid für 60 Jahre.

Vorstand Vitus Kreitmair hebte besonders das Engagement von Anton Schrödl hervor, der über 38 Jahre der Vorstandschaft der Feuerwehr Allershausen angehört hat.

 

Bürgermeister Martin Vaas überbrachte den Dank der Gemeinde an die ehrenamtlichen Feuerwehrleute und deren außerordentliches Engagement. „Die Pandemie habe alle auf die Probe gestellt und er ist froh, dass man sich ausnahmslos auf die Feuerwehr verlassen kann“, so der Bürgermeister.