Die aktuelle Corona-Lage der FFW Allershausen

10. April 2021
Kommandant Moser im Interview zur derzeitigen Situation im April 2021

Wie stark hat die Corona-Pandemie die Feuerwehr Allershausen getroffen und inwiefern beeinflusst?

Moser: Sehr stark! Außer Einsätze gibt es leider gar nichts mehr. Leider! Keine Übungen, keinen Stammtisch, keine sozialen Kontakte mehr. Ich denke die Folgen, die daraus entstehen, werden wir erst nach der Pandemie sehen. Die Freiwilligen, welche schon immer sehr aktiv dabei waren, die werden wir hoffentlich nicht verlieren, wie ich denke. Aber Leute, die neu dazugekommen sind oder sich zumindest für die Feuerwehr interessiert haben, da wird es einige geben, die aufgrund der langen Periode in der wir nichts machen konnten schlichtweg die Lust daran verloren haben. Es ist sehr schwierig in solchen Zeiten alle bei Laune zu halten, sodass keiner die Motivation verliert. Aber ich befürchte das geht allen Vereinen und Organisationen so.

 

Welche Maßnahmen wurden bisher getroffen?

Moser: Bei den Einsätzen: Alle Hygienevorschriften, die so für den Rest der Bevölkerung auch gelten, teilweise sogar strenger. FFP2-Maksen tragen, Abstand einhalten sofern dies im Einsatzgeschehen möglich ist, auch in Fahrzeugen, und natürlich auch strenge Desinfektionsvorgaben.

Bei den Übungen: Soziale Kontakte sind komplett unterbunden worden, damit die Gesundheit aller Feuerwehrleute und die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr weiter gewährleistet werden kann.

Solange die Zahlen weiterhin so hoch bleiben wird sich daran auch leider nichts ändern – vorerst.

Gab es bisher schon Einsätze mit corona-kritischen Patienten?

Moser: Meines Wissens nicht. Wahrscheinlich wird das bei uns am Einsatz selbst nie rauskommen und sobald wir den Einsatzort verlassen haben, bekommen wir von der weiteren Behandlung leider kein Feedback. Somit bleibt uns nur die Vorsicht und die Schutzmaßnamen.

 

Wie ist der aktuelle Stand? Kann die Sicherheit der Bürger gewährleistet werden?

Moser: Es gab gottseidank noch keine Corona-Fälle in der Feuerwehr oder bei Feuerwehrangehörigen. Die Sicherheit der Bürger kann IMMER gewährleistet werden, wir werden aufgrund von Corona nicht schließen und sind definitiv immer für die Bewohner von Allershausen und Umgebung zur Stelle.

 

Wie sehen die Planungen im Feuerwehrgeschehen aus solange die Pandemie noch anhält?

Moser: Von oberster Stelle, der Feuerwehrführung des Landes, gibt es strikte Vorgaben für Übungen und Schulungen, die meiner Meinung nach, so zu 100% auf kommunaler Ebene nicht umsetzbar sind.

Die Führung der Feuerwehr Allershausen selbst steckt bereits voll in der Planung um mit Übungen nach einem strengem Hygienekonzept für unsere Aktiven starten zu könenn - ABER all dies ist abhängig vom Infektionsgeschehen und bedarf natürlich einer guten Vorbereitung. Das Positive hier: Viele Feuerwehrler wären wieder bereit an Übungen mit allen Maßnahmen teilzunehmen – Ein kleiner Hoffnungsschimmer in dieser Zeit.

 

Weshalb können die Vorgaben der Feuerwehrführung nicht eingehalten werden?

Moser: Da dieses Konzept hauptsächlich auf Berufsfeuerwehren ausgelegt wurde. Diese werden in verschiedene Gruppen eingeteilt, damit die Gefahr, sich gegenseitig anzustecken, verringert wird. Für uns als Ehrenamtliche ist dies bei Übungen vielleicht noch einzuhalten, bei Einsätzen jedoch nicht möglich, da schlichtweg das Personal fehlt. Bei Einsätzen am Vormittag sind es sowieso sehr wenige Leute die kommen können, teilt man diese dann auch noch in Gruppen auf dann kann es evtl. passieren, dass ich mit einer Mannschaft ausrücken muss die weniger als eine Hand voll beträgt. Das soll ja nicht der Sinn sein, wir müssen wie vorhin schon gesagt ja die Sicherheit unserer Bürger gewährleisten können.

 

Sehen Sie denn persönlich eine Lösung gegen die Pandemie?

Moser: Ja. Meiner Meinung nach funktioniert es mit dem Impfen und hier sind wir jetzt schon auf einem guten Weg, da sich immer mehr Leute impfen lassen. Aber solange wir auch mit dem Impftempo noch weiterhin so Probleme haben, wird uns das alles leider noch lange lange Zeit verfolgen.

 

Sind Sie selbst schon geimpft?

Moser: Natürlich! Ich gehe da mit gutem Beispiel voran und habe auch beide Impfungen perfekt vertragen.

 

Ist die Feuerwehr Allershausen schon geimpft und wenn ja, besteht dort eine Impf-Pflicht?

Moser: Es sind und werden mittlerweile einige geimpft. Gerade jetzt seitdem die aktiven Feuerwehrleute vom Bayerischen Ministerium in die Priorität 2 Stufe gesetzt wurden ging das mit dem Impfen sehr schnell und es freut mich, dass dies auch so von unseren Mitgliedern angenommen wurde. Aber eine Impf-Pflicht gibt es nicht. Würde allerdings vieles erleichtern.

 

Ist diese Höhergruppierung in die Priorität 2 gerechtfertigt?

Moser: Definitiv. Es haben zwar nicht alle Feuerwehren so viele Einsätze, aber egal bei welcher Einsatzanzahl, die Möglichkeit eines Patientenkontaktes besteht immer und wenn jemand so etwas schon freiwillig macht, dann soll er auch den nötigen Schutz dafür bekommen.

 

 

Was ist Ihr persönliches Feedback zum Impfen? Kann eine Empfehlung an alle ausgesprochen werden?

Moser: Mit Sicherheit! Ich bin wirklich davon überzeugt, dass durch das Impfen die Pandemie bekämpft werden kann. Und vielleicht können wir dann schon bald alle wieder in die Normalität zurückkehren.

Natürlich gibt es bei der Impfung gewisse Risiken, aber die gibt es bei allen Impfungen, Medikamenten, Pillen und Sonstigem. Leider warten Impfgegner, dass genau solche Nebenwirkungen eintreten und alles wird dann in der Presse total zerrissen.

Man sollte sich lieber auf die Vorteile konzentrieren und diese überwiegen definitiv.

 

Ihre abschließenden Worte. Haben Sie Wünsche an die Allershauser?

Moser: Ja, da gibt es schon Wünsche. Ich würde mir wünschen, dass sich sehr sehr sehr viele zum Impfen anmelden und hoffe für alle die sich schon angemeldet haben, dass bald die Impfung nach Prioritäten wegfällt, damit jeder eine Chance hat, sich schnellstmöglich Impfen zu lassen.

Bleibts gesund!